Niedertemperatur-Trocknung: Eine Fallstudie

STC

Abfallbehandlungsverfahren in Anlagen zur Restenergierückgewinnung sind eine der ­besten Reststoffentsorgungsoptionen. Effizient getrockneter Klärschlamm mit einem unteren Heizwert (Hu) von 2000-4500 kcal/kg kann als Standardbrennstoff eingesetzt werden und zur Verminderung von Primärenergieverbräuchen und CO2-Emissionen beitragen.


1 Einleitung

Die im Kyoto-Protokoll festgeschriebenen Vorgaben zur Emissionsverminderung bedeuten eine riesige Herausforderung für die industrialisierte Welt und insbesondere für die größten Industrieverbraucher fossiler Brennstoffe, wie zum Beispiel die Zementindustrie. In dieser Branche, in der die Brennstoffkosten bei mehr als 30 % der Produk­tionskosten liegen, haben daher viele Unternehmen bereits vor mehreren Jahren begonnen, ihre Verfahren mit Maßnahmen zur Energieoptimierung auszulegen. Grundlage der bisherigen Strategien war die Suche nach alternativen Brennstoffen – den sogenannten...

1 Einleitung

Die im Kyoto-Protokoll festgeschriebenen Vorgaben zur Emissionsverminderung bedeuten eine riesige Herausforderung für die industrialisierte Welt und insbesondere für die größten Industrieverbraucher fossiler Brennstoffe, wie zum Beispiel die Zementindustrie. In dieser Branche, in der die Brennstoffkosten bei mehr als 30 % der Produk­tionskosten liegen, haben daher viele Unternehmen bereits vor mehreren Jahren begonnen, ihre Verfahren mit Maßnahmen zur Energieoptimierung auszulegen. Grundlage der bisherigen Strategien war die Suche nach alternativen Brennstoffen – den sogenannten Ersatzbrennstoffen (EBS), z. B. Klärabfälle [1] und Biomasse – zur Verringerung der Einsatzmengen an herkömmlichen Brennstoffen. In diesem Rahmen besteht das Hauptziel dieses Industriesektors darin, sowohl die Liefer- und Einsatzzuverlässigkeit dieser Ersatzbrennstoffe zu erhöhen, als auch weiterhin nach innovativen Lösungen für neue Ansätze zu suchen.

In jüngster Zeit haben verbesserte Abwasserbehandlungsverfahren sowie die Einhaltung der EU-Richtlinien zur Wasserqualität eine dramatische Zunahme der bei der Abwasserbehandlung anfallenden Schlammmengen bewirkt. Daher stellt die angemessene Schlammbewirtschaftung gegenwärtig eine große Herausforderung dar. Die Konkurrenz zwischen dieser Abfallart und kompostierten Siedlungsabfällen hat, in Verbindung mit strengeren Gesetzesvorgaben, zu einer Verringerung der Möglichkeiten des Einsatzes von Klärschlamm in der Landwirtschaft geführt. Angesichts dieser Situation, die noch durch das Verbot der direkten Schlammdeponierung verschärft wurde, sind die Anstrengungen zur Optimierung von Verfahren zur energetischen Verwertung von Klärschlamm intensiviert worden. Dabei stieß man auf eine Reihe von wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die hauptsächlich dem hohen Energieverbrauch geschuldet sind, der 30 % bis 50 % der gesamten Betriebskosten ausmachen kann [2].

Im Folgenden wird ein Beispiel für die vollständige Integration von zwei Verfahren (Schlammtrocknung und Zementproduktion) und die dabei erzielten beträchtlichen ökologischen und finanziellen Synergien dargestellt.

2 Klärschlammverwertung in der Zementindustrie

Laut Cembureau [3] betrug das Produktions­volumen der EU-Zementindustrie im Jahre 1997 etwa 170 Mio. t/a Zement. Da der Energieverbrauch 30–40 % der Gesamtproduktionskosten darstellt, wurden von der Industrie in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche, mit beträchtlichen Investitionen verbundene Verbesserungsmaßnahmen im Bereich Prozessenergie ergriffen und es gelang, den Energieverbrauch um 30 % zu reduzieren. Eine dieser Maßnahmen beinhaltete den Einsatz von Ersatzbrennstoffen. Dadurch konnte die Zementindustrie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und mehr als 2,5 Mio. t Kohle pro Jahr einsparen.

Aufgrund der besonderen Merkmale des Zementproduktionsprozesses bietet der Einsatz von Klärschlämmen und anderen Abfallstoffen in der Zementindustrie bestimmte allgemein anerkannte Vorteile – und zwar unabhängig davon, ob die dabei erzeugte Energie verwertet wird oder nicht. Das ist auch der Grund für das steigende Interesse an diesem Ansatz und dessen stetige Weiterentwicklung in den letzten Jahren. Die wichtigsten Vorteile sind:

Durch den Einsatz alternativer Brennstoffen wird nicht nur eine Verminderung der fossilen Brennstoffe im Zementproduktionsprozess erreicht, sondern auch die Vermeidung von CO2-Emissionen, die bei anderen Abfallentsorgungswegen anfallen würden. Das Ergebnis ist die Reduzierung der gesamten Emissionen an Treibhausgasen (THG), sowohl durch die Zementindustrie und die Abfallentsorgungswirtschaft. So berechnete Cembureau [4] beispielsweise, dass die Verbrennung von Biobrennstoffen (bzw. Lösungsmittelabfällen) in einem Zementofen die Emissionen im Vergleich zu den Emissionen bei deren Entsorgung in einer Müllverbrennungsanlage (MVA) um 18 % (bzw. 21 %) reduzieren kann. 

Die erhöhte Energieeffizienz des Zementofens kann durch den direkten Eintrag des Abfalls in den Klinker ohne jegliche Zwischenverarbeitung erreicht werden. Dabei fallen weder Aschen noch sonstige Abprodukte an, da diese in den Klinker eingebunden werden.

Die Betriebsbedingungen im Zementofen – im Wesent­lichen Betriebstemperatur, Verweildauer und Oxida­tionsbedingungen – maximieren die ­Rückhalterate potenzieller umweltbelastender Stoffe (wie z. B. Schwermetalle) ohne Qualitätsminderung des Hauptrohstoffes, Zement.

Sämtliche o. g. generellen Vorteile gelten auch für Klärschlämme. Jedoch besitzt ein Schlamm nach mechanischer Entwässerung immer noch einen Wassergehalt von ca. 75–80 %, d. h. im Normalfall ist kein höherer Trockensubstanzgehalt (TSG) als 30 % erreichbar. Durch den Wassergehalt wird der Brennwert der Schlamm-Trockensubstanz erheblich reduziert. Aus diesem Grunde erfordert das Verfahren eine vorgeschaltete Trocknungsstufe, um als operativ und wirtschaftlich machbar zu gelten.

3 Thermische Klärschlammtrocknung

Bei der thermischen Klärschlammtrocknung wird mittels Wärmeeintrag dasjenige Wasser verdunstet, das nicht mit mechanischen Verfahren aus der Schlamm-Trockensubstanz entfernt werden kann. Da die Kosten der Wärme­energie um ein Vielfaches höher als die Kosten der mechanischen Energie sind, ist es wesentlich, den vorgeschalteten mechanischen Entwässerungsprozess zu optimieren. Die Energiekosten betragen über etwa 75 % des ­Finanzaufwands für das thermischer Trocknungsverfahren (Bild 1). Das bedeutet, dass nur ein Trocknungsverfahren mit einer höheren Wärmeeffizienz die Optimierung der Gesamtkosten des Verfahrens gestattet.

Der Hauptzweck des thermischen Trocknungsverfahrens ist die Reduzierung des Schlamm-Wassergehalts mit dem Ziel, die Menge der in Aufbereitungsanlagen anfallenden Schlämme – möglichst in situ – wesentlich zu vermindern, um die anschließende Entsorgung zu erleichtern. Daher fokussiert das thermische Trocknungsverfahren auf die Endnutzung des Schlamms, will die zu entsorgenden Produktmengen reduzieren und stabilisieren, um sowohl Lagerung und Umschlag zu erleichtern als auch die Heizkraft zu erhöhen. Nach der thermischen Trocknung besitzt Klärschlamm einen unteren Brennwert (Hu) zwischen 2000 und 4500 kcal/kg.

4 Das Klärschlammtrocknungsverfahren STC

Das Grundprinzip der Anlage zur thermischen Schlammtrocknung STC (Bild 2) ist Heißluftkonvektion bei Niedertemperatur (65/80 °C) in einem dauerhaft geschlossenen Tunnel. Konstruiert wurde das System für die Trocknung von Schlamm, der bereits mechanisch entwässert wurde, sowie für unterschiedliche Arten von Biomasse. Erreichbar ist ein Endtrockengehalt von 80–90 %.
Der Schlamm wird zunächst in einer Vorhaltegrube oder einem Silo gelagert (Bilder 3 – 7) und muss zum Tunnelkopf gefördert werden, wo ein Extruder den Schlamm granuliert und gleichmäßig über die Breite des Förderbandes verteilt, um eine bessere Steuerung des Trocknungsverfahrens zu ermöglichen (da Luft so leichter gleichmäßig durch das Produktgemenge hindurch strömen kann). Bei diesem Trocknungsverfahren treten weder Bewegungen noch Reibungen auf, d. h. in dieser Verfahrensstufe kommt es zu keiner Staubbildung.

Die Anlage ist mit zwei Förderbändern ausgelegt, die den Schlammtransport durch den Tunnel übernehmen, in dem trockene Heißluft bei einer Temperatur von 65–80 °C senkrecht zu den Bändern zirkuliert. Die vom Belüftungssystem ständig nachgeförderte Luft durchströmt das Feuchtgut und entzieht dem Schlamm Wasser bis zur hygroskopischen Ausgleichsfeuchte. Die Feuchtluft des Rückstroms kondensiert in Austauschern innerhalb des Tunnels und entfernt dabei das vom Schlamm getrennte Wasser bei gleichzeitigem Eintrag neuer Wärmeenergie. Dabei wird die Luft umgewälzt und das Verfahren in einem geschlossenen Luftkreislauf geführt.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass das Niedertemperatur-Trocknungsverfahren ein Abscheiden weiterer im Schlamm befindlicher umweltbelastender Stoffe verhindert und somit sicherstellt, dass diese nicht zurück ins Wasser gelangen. Folglich wird Wasser mit einer hohen Güte erhalten, das – je nach Art des behandelten Schlamms – nur sehr geringe Mengen an mitgeführten Substanzen enthält.

5 Energieversorgung für das Trocknungsverfahren

Eines der wichtigsten innovativen Merkmale des STC-Trockners ist seine Einsatzflexibilität in Bezug auf die Wärmequelle: Der Trockner kann mit jeder beliebigen Wärmeenergiequelle bei einer Temperatur über 80 °C betrieben werden. Er kann beispielsweise für einen Betrieb mit einem Heißwasserkreislauf bei 75–90 °C eingerichtet werden, wobei die Temperatur mittels Kraftwärmekopplungsanlagen (KWK), Abgas, Restwasserdämpfe oder Heißwasser erzeugt werden kann. Diese Betriebstemperatur stellt, gemeinsam mit dem geschlossen Luftkreislauf, einen der wesentlichen Vorteile des Systems dar, denn dadurch können unterschiedliche Quellen thermischer Restenergie genutzt werden – die für andere Verfahrensarten nicht geeignet sind. Hierbei handelt es sich angesichts der Wärmeenergiekosten im gesamten Trocknungsverfahren um einen beachtenswerten kritischen Faktor. Das heißt, es sind alle Alternativen für den Einsatz von Restwärme bei Biofeststoff-Trocknungsverfahren abzuwägen. Nachfolgend wird eine Aufstellung geeigneter Alternativen für die Wärmezufuhr gegeben:

KWK-Anlagen: Hier werden nicht nur die Abgase, sondern auch Kühlwasser und niedrig-energetische Abgase (50 % der von der KWK-Anlage erzeugten Wärme) eingesetzt, bis der maximale Wirkungsgrad der Anlage erreicht ist.

Wärmeerzeugung mittels anderer thermischer Verfahren, wie z. B. Abwärme von MVA-Schornsteinen, Kondensationswärme von Turbinen, Gase aus Vergasungsprozessen, usw.

Wärmepumpen oder ähnliche Ausrüstungen können ebenfalls eingesetzt werden.

Wärme aus erneuerbaren Energiequellen, wie z. B. Solarenergie (Heißwasser bei 80 °C), Geothermie, usw.

 

Als Alternative zur Maximierung des Energieeinsatzes und zur energetischen Verknüpfung mit anderen Prozessen hat STC einen Ansatz zur Nutzung von Restgasen aus Zementherstellungsverfahren entwickelt, dabei erzeugt ein System über den Abgasaustausch im Zementproduktionsprozess einen geschlossenen Luftkreislauf mit 65/80 °C. Damit wird der gesamte Energiebedarf für das Trocknungsverfahren aus dem Zementproduktionsprozess ohne Primärenergie gedeckt und letztendlich das gesamte Verfahren optimiert.

6 Einbindung in ein Zementwerk

Die wichtigsten in Zementwerken verfügbaren Energiequellen sind Abgase aus Brennöfen und/oder Kühlgase für Klinker mit je nach Verfahren unterschiedlichen Durchsätzen und Temperaturen. Diese Gase sind mit vielen Feststoffen belastet und sind vor ihrer Ableitung in die Luft durch hochwirksame Filter zu führen. Zur Sicherung der vorgegebenen Filterwirkung müssen diese Gase vor Eintritt in die Filter oft abgekühlt werden.

7 Ergebnisse

7.1 Ökologische und finanzielle Vorteile
Dieses Verfahren bietet für alle Beteiligten – Wasserbehörden, Betreiber von Schlammbehandlungsanlagen und Zementwerke – die im Folgenden erläuterten Umweltvorteile.

Für Wasserbehörden wird der Bewirtschaftungsprozess im Hinblick auf den Umweltschutz verbessert, da keine Neuanlagen erforderlich sind. Und das Verfahren rechnet sich, da sich die gesamten Prozessführungskosten – auf Grund der gesicherten Endverbringung des Schlamms – günstiger gestalten und die Betriebskosten durch die ­Wärmezufuhr reduziert werden (da das Verfahren keinen Eintrag von Primärenergie benötigt).

Die Vorteile für Betreiber von Schlammbehandlungsanlagen sind: Umweltauswirkungen, die mit denen durch die Zementproduktion vergleichbar ist, Reduzierung der Energiekosten (da keine primäre Wärmeenergie erforderlich ist), günstige Stromkosten und eine gesicherte Schlammentsorgung. Zusätzlich dazu schließt dieses Verfahren auch andere Lösungen nicht aus, wie z. B. landwirtschaftliche Nutzung oder Deponierung des Schlamms, da geringere Produktmengen und niedrigere Wassergehalte die Schlammbewirtschaftung erleichtern. In Bezug auf die Umweltauswirkungen kann konstatiert werden, dass alle Schlammbehandlungseinrichtungen im Zementwerk an das dortige Geruchsbeseitigungssystem angeschlossen werden können. Die Verbrennung der Abgase des Trockners erfolgt im Zementofen, d. h. es kommt zu keiner Geruchsfreisetzung in die Luft [5], wodurch dieses Geruchsbeseitigungsverfahren eines der wirtschaftlichsten zur Zeit verfügbaren ist – ohne Investitionsaufwand oder Betriebskosten.

Für Zementwerke erlaubt das thermische Schlammtrocknungsverfahren durch das Erreichen einer höheren Nutzenergie bei gleichem Primärenergieverbrauch (und demzufolge geringeren CO2-Emissionen) eine Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des Produktionsprozesses. Hinzu kommt, dass die Verbrennung von Klärschlamm im Produktionsprozess zusätzliche CO2-Emissionenquoten bedeutet. Und auch die zusätzlichen Erlöse aus der Schlammbeseitigung sind nicht zu vernachlässigen.

7.2 Fallbeispiel: Einsatz des Systems im Zementwerk ­Alicante
Vor kurzem wurde das System in einem Zementwerk in der Nähe von Alicante/Spanien (Bild 8) installiert und ist gegenwärtig in der Inbetriebnahmephase (Bild 9). In diesem Zementwerk wurde eine Klärschlammbehandlungsanlage errichtet, für die die technische Infrastruktur des Werkes mitbenutzt wird: Lkw-Anlieferzone, Lkw-­Wiegeeinrichtungen, Gasemissionsmessung, usw. Die Behandlungsleistung liegt bei 60 000 t/a Klärschlamm aus verschiedenen Kläranlagen (KA) mit Hilfe von Restenergie aus dem Zementproduktionsprozess. Für den Trockenschlamm sind je nach Schlammherkunft und Jahreszeit zwei Verwertungsarten geplant: landwirtschaftliche Nutzung und Energierückgewinnung. Die Energierückgewinnung erfolgt durch Verbrennung von Trockenschlamm als alternativer Brennstoff im Zementofen. 

Ausgehend von einem Wärmeinhalt der ersetzten Kohle von 26 GJ/t und einem Anfall von 93 kg CO2 pro Tonne Kohle können die folgenden Umweltkennwerte erreicht werden:

Einsatz der Verlustenergie des Zementwerks zur thermischen Schlammtrocknung, bei Gewinnung von 46 Mio. Wärmeeinheiten/Jahr: ca. 18 000 t CO2-Äquivalent

Energiezufuhr durch im Zementofen verbrannten Schlamm (mittlere Heizkraft: 3000 kcal/kg Trockenschlamm), bei Gewinnung von 53 Mio. Wärmeeinheiten/Jahr: 20 500 t CO2-Äquivalent

 

Legt man diesen Energiewerten als konservativ angenommene Preisbasis Kosten von 0,01 € für die substituierte thermische Energie und einen geschätzten Marktwert von 20 € pro Tonne CO2 zu Grunde, dann beziffert sich der finanzielle Wert dieser ökologischen Verbesserungen für das Zementwerk auf etwa 1 300 000 €, dazu können noch die Erlöse aus der Schlammbeseitigung gerechnet werden. Das thermische Trocknungsverfahren ohne Primärenergieverbrauch erbringt eine Einsparung von 46 Mio. Wärmeeinheiten, d. h. zusätzliche Mitteleinsparungen von ca. 1 000 000 €.

8 Fazit

Die Integration von Abfallbehandlungsverfahren in Anlagen, in denen Restenergien verwertet werden können, ist – bei Berücksichtigung der Tatsache, dass die Energiekosten gewöhnlich der entscheidende Faktor für die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit eines Abfallverwertungsvor­habens sind – einer der besten Reststoffentsorgungswege. Hinzu kommt, dass Energierückgewinnung aus Schlamm in Zementwerken das einzige völlig abfalllose Verfahren ist, da entstehende Aschen Teil des Endprodukts Zement werden.
Mit diesem Verfahren ist eine wichtige Möglichkeit zur Verbesserung der Umweltbilanz für Zementwerke durch die Erhöhung der Energieeffizienz gegeben; es bietet einen größeren Anteil an Nutzenergie bei gleichem Primärenergieverbrauch und verringert so die Menge an anzukaufenden CO2-Emissionenquoten.

Schlamm, der ohne Primärenergieverbrauch auf einen Feuchtegehalt von weniger als 20 % entwässert wurde, besitzt ein erhöhtes Energierückgewinnungspotential. Mit seinem unteren Heizwert (Hu) zwischen 2000 und 4500 kcal/kg ist dieser Schlamm als Standardbrennstoff einsetzbar und kann sowohl den Primärenergieverbrauch und auch die für Ersatzbrennstoffe anfallenden CO2-Emissionenquoten reduzieren. Dieses System zur Schlammtrocknung und Zementproduktion wurde als zuverlässiges und machbares Schlammbeseitigungsverfahren eingestuft, es erlaubt eine beträchtliche Verminderung von Treibhausgasemissionen sowohl bei der Zementherstellung als auch bei der Schlammtrocknung.

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