Regenerative Thermische Oxidation (RTO) mit integrierter NOx-Reduktion

WOPFINGER baustoffindustrie

1 Einleitung

Geruchsemissionen waren jahrelang ein Problem für das Zementwerk Wopfing im Piestingtal in Niederösterreich nahe Wiener Neustadt – vor allem durch seine Lage in einem engen Tal. Die Wopfinger Baustoffindustrie GmbH (früher Wopfinger Stein- und Kalkwerke) produziert hier seit 1911 Kalk. Seit 1940 ist die Produktion im Besitz der Familie Schmid und seit 1970 werden am Standort neben Kalk auch noch andere kalkhaltige Bindemittel und Putze hergestellt. Das Zementwerk (Bild 1) wurde 1980 errichtet. International bekannte Erfindungen wie der Gleichstrom-Gegenstrom-Regenerativ-Ofen für...

1 Einleitung

Geruchsemissionen waren jahrelang ein Problem für das Zementwerk Wopfing im Piestingtal in Niederösterreich nahe Wiener Neustadt – vor allem durch seine Lage in einem engen Tal. Die Wopfinger Baustoffindustrie GmbH (früher Wopfinger Stein- und Kalkwerke) produziert hier seit 1911 Kalk. Seit 1940 ist die Produktion im Besitz der Familie Schmid und seit 1970 werden am Standort neben Kalk auch noch andere kalkhaltige Bindemittel und Putze hergestellt. Das Zementwerk (Bild 1) wurde 1980 errichtet. International bekannte Erfindungen wie der Gleichstrom-Gegenstrom-Regenerativ-Ofen für die Kalkproduktion oder Slagstar® stammen ebenfalls aus Wopfing.

Kalkstein (vom werkseigenen Steinbruch), Ton und Quarz werden in einem Drehrohrofen mit vorgeschaltetem fünfstufigem Zyklonwärmetauscher mit Kalzinator zu Zementklinker gebrannt. Die installierte Klinkerkapazität beträgt 1300 t/d. Braunkohlestaub und Erdgas werden als fossile Brennstoffe, Kunststoffe und Papierfaserreststoffe als Ersatzbrennstoffe eingesetzt. Die Ersatzbrennstoffrate liegt bei mehr als 75 %. Bereits 2005 wurde eine SNCR installiert, um die NOx-Emission auf 400 mg/Nm3 zu begrenzen. Die Zementvermahlung findet in einer kombinierten Mahlanlage (zwei Rollenpressen und eine Kugelmühle) statt.

Eine der Ursachen für die Geruchsemissionen war der Einsatz von Ton und Papierfaserreststoffen. Seit 2001 wurden in Wopfing verschiedenste Technologien getestet, wie beispielsweise die Eindüsung von geruchsreduzierenden Substanzen, eine Ozondosierung, ein Festbettadsorber, ein Flugstromadsorber oder eine SCR. Die gewünschten Ziele konnten damit jedoch nicht erreicht werden.

Erst der zweimonatige Test einer Pilotanlage zur Regenerativen Thermischen Oxidation (RTO) im Jahr 2009 erzielte gute Ergebnisse bei der Reduktion von Kohlenmonoxid (CO), organischen Verbindungen (TOC) und Geruch. Außerdem konnte durch Eindüsung von Ammoniak in die Brennkammer der Versuchsanlage im Zuge einer integrierten selektiven nicht-katalytischen Reduktion (SNCR) erfolgreich der NOx-Gehalt im Abgas reduziert werden.

2 Implementierung der RTO

Der Erfolg mit der RTO-Pilotanlage führte schnell zur Entscheidung, den Bau einer Großanlage zu veranlassen. Bereits im Frühling 2010 wurde bei der österreichischen Firma Chemisch Thermische Prozesstechnik (CTP) eine entsprechende Anlage bestellt. Die CTP war bereits während der Versuche mit der Pilotanlage eine wichtige Unterstützung und ist spezialisiert in Abgasreinigungssystemen mit weltweit mehr als 750 errichteten Oxidationsanlagen (Thermische Oxidation (TO) und RTO) sowie anderen Rauchgasreinigungsanlagen. Dabei werden verschiedenste Industriesektoren (wie Baustoffproduktion, Bergbau, chemische Industrie, Abfallbehandlung, holzverarbeitende Industrie, Elektronikindustrie u.a.) abgedeckt.

Eine Voraussetzung für ein erfolgreiches Betreiben ­einer RTO ist ein effizientes Entstaubungssystem (< 10 mg/Nm3). Daher wurden die zwei bestehenden Elektrofilter durch einen neuen Schlauchfilter ersetzt und im Zuge dieser Aktion auch andere notwendige Anpassungen im Abgassystem durchgeführt. Die Umbauten liefen zeitlich folgendermaßen ab:

Herbst/Winter 2010/11: Errichtung des Schlauchfilters und Anpassung des Abgassystems

Frühling 2011: Inbetriebnahme des Schlauchfilters, Demontage der Elektrofilter und Errichtung der RTO mit integrierter SNCR

Sommer 2011: Inbetriebnahme der neuen RTO/SNCR-Anlage

Die gesamten Investitionskosten beliefen sich auf ca. 9 Mio. € (50 % RTO, 50 % Filter und Abgassystem).

Das fertig gestellte System repräsentiert eine klassische End-of-pipe-Lösung – die vorgeschalteten Produktionsprozesse werden durch die neuen Anlagen nicht beeinflusst. Die neue RTO reinigt alle Abgasströme des Brennprozesses, einschließlich der Abgase aus der Rohmehlmühle, der Papierfaser-Trockner und des Chlor-Gas-Bypasses. Bild 2 zeigt ein Prozess-Schema mit integrierter RTO/SNCR.

3 Funktionsweise der RTO

Die Regenerative Thermische Oxidation (RTO) ist eine bewährte Technologie in allen Bereichen der Behandlung von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), unabhängig davon, ob diese Verbindungen gasförmig oder als Aerosol vorliegen. Um eine vollständige Zerstörung (Oxidation) der organischen Verbindungen zu gewährleisten, wird die Temperatur im Inneren der Brennkammer mittels Gasbrenner über 800 °C gehalten; hoch effiziente keramische Wärmetauscher reduzieren die Wärmeverluste auf ein Minimum.

Das Rohgas passiert auf dem Weg zur Brennkammer die Wärmetauscher und wird dabei nahezu auf Oxidationstemperatur erhitzt. In der Brennkammer werden schädliche Komponenten rückstandsfrei oxidiert. Das heiße gereinigte Gas verlässt die RTO durch die Wärmetauscher und gibt dort den Großteil der Wärmeenergie wieder ab (thermischer Wirkungsgrad > 95 %). Die organischen Anteile und das Kohlenmonoxid im Rohgas sind oft ausreichend, um die Brennkammertemperatur ohne zusätzlichen Brennstoffeinsatz konstant zu halten (autothermer Betrieb). Der größte Energieverbraucher bei einem derartigem Betrieb ist der Ventilator, welcher den Abgasstrom durch die RTO und die dazugehörigen Rohrleitungen fördert.

Typische, hoch effiziente RTO’s – wie jene in Wopfing – haben eine ungerade Anzahl an Wärmetauschern (typischerweise drei, fünf oder sieben), in welchen das Abgas in Zyklen erhitzt und abgekühlt wird. Die Dauer eines solchen Regenerations-Zykluses liegt normalerweise bei 30-60 Sekunden. Tellerventile, die in den Roh- und Reingasleitungen eingebaut sind, bestimmen die Flussrichtung des Abgases. Durch die zyklische Änderung der Flussrichtung in den Wärmetauschern wird die thermische Effizienz der RTO maximiert.

Im Fünfbett-System von Wopfing werden zwei Wärmetauscher-Betten durch einströmendes Rohgas gekühlt, zwei Betten werden durch abströmendes Reingas aufgeheizt und das verbleibende Bett wird mit Reingas oder Frischluft gespült. Durch das Spülen wird das verbleibende Rohgas in den Wärmetauschern in die Brennkammer gefördert und es entstehen keine Emissionsspitzen während des Umschaltvorganges am Ende eines Regenerationszyklus. Ein Schema der RTO ist in Bild 3 dargestellt.

4 Auslegungsdaten der RTO

Die Wopfinger RTO ist für 42 000 bis 218 000 Nm3/h ausgelegt. Daher ist es möglich, die einzelnen Abgasströme entweder über die RTO zu reinigen oder individuell im Bypass daran vorbei zu führen. Die Anlage besteht aus fünf Wärmetauscher-Betten, welche aus insgesamt 25 000 einzelnen Keramik-Wabenkörpern bestehen. Jeder Keramikblock hat eine Grundfläche von 15 x 15 cm, ist 30 cm hoch und besteht aus 3 mm breiten quadratischen Kanälen, die in einer 40 x 40 Matrix angeordnet sind (Bild 4). Diese Blöcke ähneln den katalytischen Wabenkörpern, die in SCRs eingesetzt werden.

In Wopfing ist jedes Wärmetauscherbett aus fünf Lagen aufgebaut, wobei jede Lage aus 25 x 40 Elementen besteht. Die Wabenkörper werden in einer Keramikfabrik in Hermsdorf in Deutschland – im Besitz der Fa. CTP – hergestellt und sind speziell optimiert für die jeweiligen Anforderungen an thermische Stabilität, Widerstand gegen chemische Angriffe und Wärmeübertragung in den unterschiedlichen Bereichen des Wärmetauschers. Die gesamte eingebaute Wärme tauschende Oberfläche der RTO liegt bei 145 000 m2. Die Anlage ist 26 m lang, 10 m breit und 12,5 m hoch. Aufgrund der örtlichen Platzsituation wurden der Ventilator und die Reingas-Rohrleitung unterhalb der RTO angeordnet, was in einer Gesamthöhe von 22 m resultiert. Das Gesamtgewicht der RTO liegt bei ca. 350 Tonnen. Jedes Tellerventil hat einen Durchmesser von ca. 1,8 m.

Des Weiteren wurde ein heißer Bypass installiert, um dem Betreiber bei Bedarf die Möglichkeit zu bieten, gereinigtes heißes Abgas aus der Brennkammer an den ­Wärmetauschern vorbei zu führen. Dadurch ist es ­möglich, Abgas mit stark schwankenden Konzentra­tionen zu behandeln, ohne den Prozess selbst zu überhitzen.

Die Wopfinger RTO ist auf eine autotherme Fahrweise von ca. 5000 mg/Nm3 CO ausgelegt. Durch den heißen Bypass können auch Spitzen bis zu 20 000 mg/Nm3 CO ohne Störungen abgereinigt werden.

Zur Reduktion der NOx-Emissionen wurde die Brennkammer mit 40 Zweistoff-Düsen – 8 Stück je Wärmetauscherbett – ausgestattet, welche ein Ammoniak-Wasser-Gemisch in vordefinierte Bereiche der Brennkammer eindüsen.

Einen Gesamteindruck der RTO-Anlage mit dem Wärmetauscherturm im Hintergrund vermittelt Bild 5.

5 Betriebserfahrungen

5.1 Betrieb
Die RTO ist mittlerweile mehr als zwei Jahre in Betrieb und hat eine Verfügbarkeit von beinahe 100 %. Durch eine Anpassung der Rohstoffe und die daraus resultierenden höheren Organik-Gehalte im Rohmehl ist es mittlerweile nicht mehr möglich, die Emissionsgrenzwerte ohne die RTO einzuhalten. Ein Ausfall führt zu einem Stopp der Rohmehlaufgabe, wobei dieses Risiko durch die hohe Verfügbarkeit minimal ist.

Während des normalen Betriebes wird das Abgas der Rohmühle und der Papiertrockner über die RTO geführt. Staub kann zu Verstopfungen in den feinen Kanälen der Wärmetauscher-Elemente führen, weshalb alle Gasströme mittels Staubdetektoren kontinuierlich überwacht werden. Wenn bei einem der Abgasströme die Staubkonzentration von 10 mg/Nm3 überschritten ist, wird dieser Strom bis zur Behebung der Ursache automatisch an der RTO vorbei geführt.

Die Abgastemperatur am Kamin ist im Gegensatz zur Betriebsweise vor Errichtung der RTO von 110 °C auf 200 °C angestiegen. Seit dem Ersatz der Elektrofilter durch ein Gewebefilter ist es nicht mehr notwendig, das Abgas mit Wasser zu konditionieren. Die Eintrittstemperatur der RTO beträgt somit durchschnittlich 150 °C. Ein weiterer Grund für den Temperaturanstieg ist die RTO selbst. Abhängig von der Rohgaszusammensetzung beträgt die Temperaturdifferenz zwischen Roh- und Reingas der RTO 40 bis 70 °C.

Der Druckverlust über die RTO liegt bei ca. 35 mbar. Höhere Druckverluste deuten auf ein Verstopfen der Keramikelemente hin, ausgelöst entweder durch Staub oder Kondensationen von gasförmigen Komponenten wie beispielsweise Ammoniumsulfat. Durch einen Ausheiz-Zyklus werden auch die kühleren Bereiche eines Wärmetauscher-Bettes auf Temperaturen über 400 °C gebracht, wodurch die Ablagerungen wieder verdampfen – ähnlich einem Backrohr mit Selbstreinigungsfunktion. Durch die geringen NH3- und SO2-Konzentrationen im Wopfinger Brennprozess beschränkt sich die Notwendigkeit dieser Ausheiz-Zyklen auf ein bis zwei pro Jahr. Der Zyklus kann während des normalen Betriebes durchgeführt werden.

5.2 Abscheidung von Organik und CO
Das Hauptziel dieser Anlage ist die Eliminierung von Gerüchen am Kamin. Die bisher gesammelten Ergebnisse belegen, dass dieses Ziel erfolgreich erreicht wurde. Die Flexibilität, welche durch das neue Abgasreinigungssystem gewährleistet wird, ermöglicht es nun, auch andere sekundäre Rohstoffe und Ersatzbrennstoffe mit einem höheren Anteil an organischen Verbindungen einzusetzen, welche dann die Konzentrationen an CO und TOC im Rohgas der RTO signifikant erhöhen. Trotz dieses Konzentrations-Anstieges sind die Emissionen deutlich gesunken. Mit der RTO werden bei CO und organischen Verbindungen Reduktionsraten von ca. 99 % erreicht. Seit dem Betriebsbeginn der RTO im August 2011 sind die Emissionen von Geruch, organischen Verbindungen und CO um mehr als 95 % gesunken (Tabelle 1).
5.3 Abscheidung von NOx
Ungewolltes NOx kann einerseits in der Brennkammer als thermisches NOx bei einem Temperaturniveau von 850 bis 900 °C entstehen, andererseits durch die Oxidation von Ammoniak kommend vom Ofen oder von der Rohmühle. Die RTO erreicht eine Ammoniak-Reduktion von bis zu 90 % durch das Verbrennen zu NOx oder die Reduktion zu N2 und H2O. Abhängig von der Rohgaszusammensetzung können die NOx-Emissionen so um 30-50 mg/Nm3 ansteigen. Allerdings können diese Emissionen durch das präzise Eindüsen von Ammoniak direkt in die Brennkammer sehr gut reduziert werden. Der – für das Funktionieren einer selektiven nicht katalytischen Reduktion (SNCR) – benötigte Temperaturbereich von 850 bis 950 °C ist in der Brennkammer der RTO vorhanden bzw. einstellbar. Direkt oberhalb der Rohgas führenden Wärmetauscherbetten wird über mehrere parallele Zerstäuberdüsen eine verdünnte Ammoniak-Lösung eingedüst, wobei sich durch die optimale Verteilung der Tröpfchen eine einheitliche Mischung mit dem heißen Gas erreichen lässt. Die jeweiligen Düsen werden entsprechend der Stellung der Tellerventile angesteuert, um eine maximale Verweildauer in der Brennkammer zu gewährleisten. Mit diesem System wird eine NOx-Reduktion von mehr als 50 % erreicht.

Die integrierte RTO/SNCR wird gemeinsam mit der bereits bestehenden SNCR am Kalzinator betrieben. Die Ammoniak-Eindüsung am Kalzinator wird durch eine neue NOx-Messung nach dem Wärmetauscherturm gesteuert, die Eindüsung bei der RTO/SNCR wird durch die bestehende Messung am Kamin geregelt. Durch Optimierung der Eindüsung und Vermeidung von Ammoniak-Schlupf werden letztendlich am Kamin NOx-Emissionen unter 200 mg/Nm3 und ein NH3-Schlupf < 10 mg/Nm3 erreicht (Tabelle 1).

5.4 Wartung
Die RTO hat – abgesehen von Ventildichtungen – kaum Verschleißteile. Da jedes der zehn Tellerventile ca. 300 000 Schaltzyklen im Jahr mitmacht, ist es unbedingt notwendig, ein detailliertes Wartungsprogramm für das gesamte Ventilsystem zu haben. Die eingebauten Keramikblöcke verschleißen nicht, allerdings zeigte sich, dass beim Ausbau für Inspektionen ca. 20 % der manipulierten Blöcke zerbrechen. Routineinspektionen und Wartungen finden während der Winterüberholung des Zementwerkes statt; während des Jahres sind Wartungen normalerweise nicht notwendig.

Den größten Instandhaltungsaufwand stellt die Reinigung der Keramik-Wabenkörper von Staubablagerungen dar. Die Blöcke können mittels Druckluft oder durch Spülen mit Wasser (sogenannter Waschvorgang) gereinigt werden. Der Waschvorgang wird mit einem Wasserschlauch von der Oberseite eines Wärmetauscherbettes durchgeführt und ist effektiver als die Reinigung mit Druckluft (Bild 6). Eine komplette Reinigung mit Wasser dauert ca. eine Woche. Nach dem Waschvorgang sind die Wärmetauscherelemente wieder größtenteils vom Staub befreit, was sich in einer Reduktion des Druckverlustes von ca. 5 mbar niederschlägt.

5.5 Betriebskosten

A. Elektrischer Strom: Der größte Betriebskostenfaktor ist Strom, welcher für den Betrieb des Ventilators und die Erzeugung der Druckluft benötigt wird. Die Druckluft wird zum Bedienen der Ventile und für die Zerstäubung von Erdgas und Ammoniak gebraucht. Der elektrische Energieverbrauch liegt bei ca. 8 kWh pro produzierter Tonne Klinker.

B. Erdgas: Seit der Inbetriebnahme konnte der Erdgasverbrauch von 1,5 Nm3 auf 0,5 Nm3 pro Tonne Klinker reduziert werden. Dies liegt vor allem in der Einsatzmöglichkeit andere Ersatzbrennstoffe und sekundärer Rohstoffe mit einem höheren Anteil an organischen Verbindungen.

C. Ammoniak: Um eine Emission von 200 mg/Nm3 NOx am Kamin zu erreichen, werden bis zu fünf Liter einer 25-%igen Ammoniaklösung pro Tonne Klinker benötigt.

6 Zusammenfassung

Das neue integrierte Abgasreinigungssystem im Zementwerk Wopfing hat seine hohe Leistungsfähigkeit seit mehr als zwei Jahren unter Beweis gestellt. CO und organische Verbindungen sowie Geruch wurden um mehr als 95 % reduziert. Zusätzlich wurde eine NOx-Reduktion um 50 % erreicht, wobei der Ammoniak-Schlupf unter 10 mg/Nm3 gehalten werden kann.

Die Verfügbarkeit der Anlage ist sehr hoch; nur ein Stillstand pro Jahr für Wartungsarbeiten und Reinigung der Keramik-Elemente ist notwendig. Durch mehr Möglichkeiten beim Einsatz organischer Roh- und Brennstoffe kann die RTO ökonomisch betrieben werden.

Prinzipiell ist es möglich, diese Erkenntnisse auf andere Zementwerke zu übertragen, allerdings können sich die Ergebnisse aufgrund der verschiedenen Ausgangssituationen in jedem Werk – z.B. andere Roh- und Brennstoffe – voneinander unterscheiden. Mittels Pilotanlage direkt am jeweiligen Standort ist es möglich herauszufinden, ob die RTO-Technologie (in Kombination mit einer SNCR oder SCR) erfolgreich installiert werden kann.

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