Steueradditive beeinflussen die ­Rezeptur von Spachtelmasse

Zusammenfassung: Bei der Herstellung von Spachtelmassen und anderen bauchemischen Produkten ist oft eine exakte Dosierung der Steueradditive und Kleinkomponenten ein wichtiges Kriterium. AZO hat für Pufas dafür ein Konzept entwickelt, bei dem von der Produktaufgabe für Säcke, Big-Bags und Container, über eine Dosier- und Wiegeanlage bis hin zum exakten Wiegen von Chargen alle für die Rezeptur notwendigen Komponenten staubarm und mit Rezeptur-Zusammenstellungsnachweis in den Produk­tionsprozess integriert werden. Mit ­einer Druck-Impulsförderung werden die Chargen über 70 m Förderweg in die Großmengen-Mischanlage gefördert. Das automatische Zuführsystem bringt Transparenz über Bestände, produzierte Mengen und einen schnellen ROI (Return on Investment).

1 Anspruchsvolles ­Rohstoffhandling

Die Firma Pufas in Hannoversch Münden/Deutschland ist ein innovatives, inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen. Pufas hat neben Spachtelmassen und Kleister als Kerngeschäft, auch Kleber, Fixierungen, Grundierungen, sowie ein komplettes Renovierungsprogramm im Sortiment. Entscheidende Parameter für eine qualitativ hochwertige und effiziente Produktion sind Steueradditive und Kleinkomponenten, die die Rezeptur von Spachtelmassen entscheidend beeinflussen. Eine sehr hohe Dosiergenauigkeit für eine saubere Rezepturzusammenstellung ist deshalb unabdingbar....

1 Anspruchsvolles ­Rohstoffhandling

Die Firma Pufas in Hannoversch Münden/Deutschland ist ein innovatives, inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen. Pufas hat neben Spachtelmassen und Kleister als Kerngeschäft, auch Kleber, Fixierungen, Grundierungen, sowie ein komplettes Renovierungsprogramm im Sortiment. Entscheidende Parameter für eine qualitativ hochwertige und effiziente Produktion sind Steueradditive und Kleinkomponenten, die die Rezeptur von Spachtelmassen entscheidend beeinflussen. Eine sehr hohe Dosiergenauigkeit für eine saubere Rezepturzusammenstellung ist deshalb unabdingbar. Laut Gerhard Jordan, dem geschäftsführenden Alleininhaber, legt Pufas dabei größten Wert auf Sauberkeit und höchste Qualität. Aus diesem Grunde wurde zur Automatisierung der Steueradditive und Kleinkomponenten ein Lieferant gesucht, der zum einen ein geschlossenes System und zum anderen sehr hohe Genauigkeiten im Grammbereich bei der Rezepturzusammenstellung sicherstellen konnte, und dies mit Rezeptur-Zusammenstellungsnachweis. AZO konnte eine Lösung anbieten. Die AZO Lösung besteht im Wesentlichen aus einer flexiblen Produktaufgabe für Säcke, Big-Bags und Container, einer Dosier- und Wiege­anlage zum exakten Wiegen von Chargen, welche dann auf einen Mischprozess gefördert werden (Bild 1).

 

2 Staubfreie Beschickung aus Säcken

Die in Säcken angelieferten Rohstoffe werden staubfrei über eine Einfülltrichter-Station der pneumatischen Mischerbeschickung zur Verfügung gestellt (Bild 2). Durch Öffnen des Einfülltrichterdeckels wird automatisch die Aspiration gestartet. Der Bediener legt den Sack auf den Aufgabetisch, öffnet und entleert diesen staubarm ins geschlossene System. Durch den aufgebauten Filter fällt der Filterstaub, welcher beim Besaugen anfällt, wieder zurück in den Einfülltrichter. Der ­Einfülltrichter ist mit einer kombinierten Vibrations-Dosierschnecken-Austragung ausgestattet und ermöglicht so das hochgenaue Eindosieren in die pneumatische Förderleitung, welche zum Saugwiegesystem führt. Durch den pol-umschaltbaren Schneckenantrieb 10:1 ist es möglich die Dosierleistung während der Feindosierung stark zu reduzieren, was zu einer sehr hohen Dosier- und Wiege­genauigkeit führt.

 

3 Schnelle Aufgabe und ­vollständige Entleerung von Big-Bags

Für die Aufgabe von Big-Bags ins geschlossene System stehen insgesamt zwei Big-Bag-Entleerstationen zur Verfügung (Bild 3). Die Big-Bags werden mit Transportfahrzeugen zu den Entleerstationen gebracht und mit Hebezeugen aufgesetzt. Anschließend wird der Big-Bag Auslauf mit einem speziellen Anschlusssystem angedockt. Sobald die Andockung erfolgt ist, öffnet der Bediener die Verschlussschnur und der Big-Bag wird in den nachfolgenden Pufferbehälter mit 1500 l Fassung entleert. Diese Pufferbehälter sind ebenfalls mit Vibrationsböden und pol-umschaltbaren Dosierschnecken ausgestattet. Die Pufferbehälter dienen gleichzeitig als Lagervorrat und über einen Bedarfsmelder wird dem Bediener sofort gemeldet, wenn dieser wieder Nachfüllen muss.

4 Schneller Rezeptwechsel möglich

Mit einem separaten Mischprozess werden Spezialmischun­gen hergestellt, die dann anschließend in Wechselcontainer (BATCH­TAINER®) mit 1000 l Fassung abgefüllt werden (Bild 4). ­Diese BATCHTAINER®, ausgestattet mit einer Abschlussklappe, werden dann auf Container-Entleerstationen aufgesetzt und dort mittels einer Andockmanschette staubdicht angedockt und dienen als Wechselgebinde. Auch hier besteht die Möglichkeit die Wechselcontainer in kleine Pufferbehälter zu entleeren, wodurch ebenfalls zum schnellen Rezeptwechsel genügend Zeit verbleibt einen neunen BATCHTAINER® aufzusetzen. Auch diese Pufferbehälter sind mit Vibrationsboden-Austragung in Verbindung mit Dosierschnecken ausgestattet. Die BATCHTAINER® erlauben einen schnellen Rezepturwechsel und höchste Flexibilität.

5 Rezepturbereitstellung mit Saugwiegesystemen

Mit dem Saugwiegesystem werden die verschiedenen Komponenten aus den Einfülltrichtern, Big-Bag Entleerstationen und BATCHTAINER®-Aufgabestationen, entsprechend der Rezeptur, in die Förderwaage (Bild 5) gefördert und gleichzeitig exakt gewogen. Alle Komponenten sind über eine Förder­leitung mit der Förderwaage verbunden. Nach Start der Anlage erzeugt die Gebläsestation den Unterdruck. Produktzuteiler oder Dosierschnecken laufen an. Das Fördergut wird in die Förderleitung eingespeist und in die Waage gesaugt. Die Förderwaage dient gleichzeitig als Abscheider und ist zur Luft-Produkttrennung mit druckluftgespültem Filter ausgerüstet. Vor Erreichen des eingestellten Sollwertes wird das frequenzgeregelte Dosierorgan von Grob- auf Feindosierung geschaltet. Die Gutbeladung wird geringer, danach wird bei jeder Komponente die Förderleitung leer gesaugt und als Nachlauf in den Wiege­vorgang einbezogen. Daher liegt die Durchsatzleistung etwas niederer als beim Mehrrohrsystem. Die unterschiedlichen Nachlaufmengen werden vom Prozessleitsystem berücksichtigt. Entsprechend der Rezeptur stehen dann alle Komponenten, in engen Toleranzgrenzen ± 100 g, in der Förderwaage zum weiteren Transport in die Großmengen-Mischanlage zur Verfügung.

 

6 Schonendes Druck-Impulsfördersystem zur ­Überbrückung großer Distanzen

Die exakt gewogenen Chargen werden mit einer Druck-­Impulsförderung über 70 m Förderweg in die Großmengen-Mischanlage gefördert, mit einer Fördergeschwindigkeit von 8 m/s. Dazu wird die exakt gewogene Charge in das Druckgefäß entleert. Das Druck-Impulsfördersystem arbeitet diskontinuierlich mit Druckimpulsen. D. h. zwischen jedem Produktpfropfen wird jeweils über eine spezielle Förderluft­zufuhr (Lavaldüse) ein Luftpolster in die Förderleitung gedrückt. Am Ende der Förderung befindet sich ein Abscheider, welcher mit einer Waage ausgerüstet ist. Mit diesem Abscheider wird überprüft ob alle abgesendeten Komponenten von der Förderwaage auch tatsächlich im Großmengenbereich angekommen sind. Sobald dies überprüft ist, wird die gesamte Charge dem Großmengen-Mischprozess zugeführt (Bild 6). Zur Steuerung und Überwachung des gesamten Dosier-, Förder- und Wiege­ablaufes wird ein Prozessleitsystem mit Prozessvisualisierung eingesetzt. Entsprechend der Qualitätsphilosophie von Pufas ist es möglich alle Rezepturen exakt zu dokumentieren als Zusammensetzungsnachweis. Die geschlossenen Systeme sorgen für eine saubere Produktion, vermeiden Produktverschleppungen und Materialverluste, außerdem grenzen sie den Reinigungsaufwand ein. Das automatische Zuführsystem für die die Rezeptur entscheidend beeinflussenden Kleinmengen und Steueradditive, bringt Transparenz über Bestände, produzierte Mengen und einen schnellen ROI (Return on Investment).

 

AZO hat einen Stand auf der Euro­pean Coatings Show 2011, Halle/Stand 6-331

 

www.azo.de


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