Sitrans LR460 setzt Erfolg in Höver fort

Die Holcim (Deutschland) AG ist mit einer jährlichen Produktion von gut 4 Mio. t Bindemitteln, rund 1,7 Mio. m3 Beton und rund 3,2 Mio. t Zuschlagsstoffen Norddeutschlands größter Baustoffproduzent. Holcim hat in Deutschland fast 150 Jahre Erfahrung in der Bau­stoffproduktion. Im Zementwerk Höver (Bild 1) werden jährlich 1 Mio. t Zement verschiedener Sorten produziert. Um ihren hohen Qualitäts- und Umweltstandards gerecht zu werden, unterliegt das Werk Höver einer ständigen Modernisierung.

 

Aufgabenstellung

Die Herstellung von Zement erfordert verschiedene Stoffe, wie Zuschlag- und Brennstoffe,...

Die Holcim (Deutschland) AG ist mit einer jährlichen Produktion von gut 4 Mio. t Bindemitteln, rund 1,7 Mio. m3 Beton und rund 3,2 Mio. t Zuschlagsstoffen Norddeutschlands größter Baustoffproduzent. Holcim hat in Deutschland fast
150 Jahre Erfahrung in der Bau­stoffproduktion. Im Zementwerk Höver (Bild 1) werden jährlich 1 Mio. t Zement verschiedener Sorten produziert. Um ihren hohen Qualitäts- und Umweltstandards gerecht zu werden, unterliegt das Werk Höver einer ständigen Modernisierung.

 

Aufgabenstellung

Die Herstellung von Zement erfordert verschiedene Stoffe, wie Zuschlag- und Brennstoffe, die teils als Fertig-, teils als Zwischenprodukte vorliegen. Für einen reibungslosen Betriebsablauf ist es wichtig, immer den genauen Bestand dieser Materialien zu erfassen. Für die Füllstandmessung der Bestände wurden im ­
Holcim-Werk Höver in der Vergangenheit mechanische, auf dem Lotverfahren basierende Systeme eingesetzt. Diese Technologie kann allerdings keine kontinuierlichen Messwerte liefern. Sie ist produktberührend und daher sehr wartungsintensiv. Außerdem sind während der Befüllung keine Messungen möglich, da es zu einer Überflutung der Lote kommen kann.

 

Im Frühjahr 2007 suchte das Werk Höver ein zuverlässiges, kontinuierliches und berührungsloses Messsystem für seine
45 m hohen, staubintensiven Zementsilos. Das System sollte zudem wartungsarm sein und präzise Messwerte liefern.

 

Lösung

Das Betriebspersonal bei Holcim war bereits mit der Radar-Füllstandmesstechnik von Siemens vertraut. Im Jahr 2002 wurde der Radarmessumformer Sitrans LR400 auf einem Fertig­zementsilo getestet. Sitrans LR400 überzeugte mit dauerhaften und präzisen Messwerten und zeigte sich absolut unbeeinflußt von der extremen Staubentwicklung im Silo. Auf Grund dieser positiven Erfahrung wurden neben weiteren Fertigzementsilos auch noch Rohmehl-, Klinker- und Zuschlagstoffsilos mit den Messumformern Sitrans LR400 ausgerüstet.


Indem die Entscheidung für die Zementsilos auf ein Radarsystem fiel, erwägten die Betreiber erneut eine Siemens-Lösung. Zum Einsatz kam die neueste Generation des Schüttgutradars von Siemens – Sitrans LR460 (Bilder 2 und 3). Es bietet dem Anwender eine Vielzahl von neuen und nützlichen Features, welche die Inbetriebnahme und Wartung erheblich erleichtern. Die Process Intelligence sorgt für eine außerordentliche Signalverarbeitung; der Schnellstartassistent führt den Anwender durch die Eingabe von lediglich sechs Parametern, so dass der Messumformer in Minutenschnelle betriebsbereit ist, und die erweiterten Diagnosefunktionen optimieren die Überwachung der Prozessbedingungen.

 

Die Messumformer Sitrans LR400 und Sitrans LR460 arbeiten beide mit FMCW-Technik (frequenzmoduliertes Dauer­strichverfahren) bei 24 GHz. Die Vierleitertechnik und die hohe Frequenz ermöglichen eine optimale Durchdringung des Staubes. Die kleinen Antennensysteme mit einer maxi­malen Größe von 100 mm und verstellbarem Universalflansch erlauben einen einfachen Ersatz des bestehenden Messsystems. Durch den schmalen Abstrahlwinkel können beide Mess­umformer problemlos in hohen und schmalen Silos eingesetzt werden.


Sitrans LR460 kann über Entfernungsbereiche bis 100 m messen. Der integrierte Verstellflansch Typ EA erlaubt einfachen Einbau und optimale Ausrichtung des Messumformers auf die Materialoberfläche. Dank einer großen Auswahl optionaler Antennenverlängerungen ist die Installation in bestehende Standrohre ohne Anpassungen möglich. Mit der maximal zulässigen Flanschtemperatur von 200 °C kann er in Anwendungen mit hohen Temperaturen, wie z. B. Klinkersilos und Ofenstaub­applikationen eingesetzt werden.

 

Process Intelligence passt sich mit einer dynamischen TVT-Kurve (Empfindlichkeitsschwelle) automatisch den sich stetig ändernden Messbedingungen im Silo an. Zusammen mit dem sehr hohen Rauschabstand ergeben sich schnelle, reproduzierbare und zuverlässige Messwerte.


Das eigensichere Handprogrammiergerät wird für die sichere Vor-Ort-Programmierung verwendet, für die ein Öffnen des Gehäuses des Sitrans LR460 nicht notwendig ist. Simatic PDM kann für eine einfache Fernprogrammierung mit HART® oder optional Profibus PA eingesetzt werden.

 

Nutzen

Seit seiner Inbetriebnahme arbeitet Sitrans LR460 im Holcim-Werk Höver kontinuierlich und störungsfrei. Trotz der staubintensiven Umgebung gewährleistet das Gerät einen zuverlässigen Betrieb. Die zusätzlichen Merkmale des ­Sitrans LR460 sorgen für einfache Installation und Programmierung der Geräte und die Anwender können die Geräte mühelos selbst einbauen.

 

Sitrans LR460 besitzt keine beweglichen Teile und arbeitet berührungslos. Daraus ergeben sich erheblich geringere Wartungskosten, da die Anwender die mechanischen Lotsysteme nicht mehr ständig reinigen müssen. „Wir sind mit den Vorteilen des LR460 für unsere Anlage sehr zufrieden. Die Füllstände in den Silos sind uns jederzeit bekannt und unser Betriebspersonal kann seine Zeit mit anderen Aufgaben verbringen, als mit der Reinigung der Messsysteme“, erläutert Herr Marc ­Lehmann vom Werk Höver.

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