Ressourcenschonung und Prozesseffizienz: 100 Jahre Erfahrung
Kreisel GmbH & Co. KG
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In den letzten Jahren wurde am Stammsitz in Krauschwitz (Sachsen/Oberlausitz) umfangreich investiert. Auf über 5200 m2 überdachter Fertigungsflächen hat das Unternehmen beste Möglichkeiten, mit seiner technologischen Ausrüstung und einer sehr hohen Fertigungstiefe, nahezu alle Produkte selbst herzustellen und final zu bearbeiten (Bild 1).
Durch konsequente Weiterentwicklung entsprechen die Erzeugnisse stets dem neuesten Stand der Technik. So sorgte die Markteinführung einer sehr großen Räum-Zellenradschleuse (Rotordurchmesser bis zu 2000 mm) für einen enormen Schub bei der Marktakzeptanz in der Zementindustrie: Bei der Beschickung von feuchtem und schleißendem Rohmaterial in Brecher-/
Trockner-Kombinationen und für die Materialaufgabe in Vertikalrollermühlen. Damit kann auch bei klebendem Aufgabeprodukt die Förderung bei gleichzeitigem Luftabschluss kontinuierlich erfolgen. Mit Förder- und Filteranlagen sowie Wärmetauschern werden effiziente und Ressourcen schonende Lösungen für verschiedenste Produktionsprozesse angeboten (Bild 2).
Eines der letzten erfolgreich abgewickelten Projekte ist der Umbau eines ELEX-Elektrofilters auf einen Kreisel-Schlauchfilter für die Entstaubung des Drehrohrofens. Die Kreisel GmbH & Co. KG erhielt im Dezember 2010 einen entsprechenden Auftrag in einem Zementwerk in Polen. Der Betreiber plante, alternative Brennstoffe (Hausmüll) mit zu verbrennen. Der vorhandene Elektrofilter würde bei der Umstellung der Brennstoffe zu hohe Reststaubgehalte freisetzen. Es stand also die Aufgabe, den vorhandenen Elektrofilter unter Beibehaltung der Stützkonstruktion des Gehäuses und der Austragsorgane umzubauen, um so den Bestimmungen der TA-Luft gerecht zu werden.
Zuerst wurde das vorhandene Rohgasgehäuse statisch auf die neuen Belastungen (Unterdruck und Gewicht von Filterköpfen) berechnet. Das vorhandene Elektrofiltergehäuse wurde entkernt (die Elektroden wurden entfernt). Die Filterdecke samt Elektroteile und Klopfvorrichtung wurden ebenfalls demontiert. Die Filterdecke wurde mit einem Zwischenrahmen stabilisiert und für die Aufnahme der Filterköpfe ausgelegt. Für den Umbau des Elektrofilters lieferte Kreisel 14 neue Filterköpfe in zwei Reihen mit 2128 Filterschläuchen der Abmessung Ø 160 x 6000 mm lang, einen Radialventilator und eine Frischluftklappe. Bei der Modernisierung konnten bestehende Staubaustragsorgane unverändert weiter verwendet werden. Der gesamte Umbau inklusive Demontage und Montage, Verlegen der neuen Reingasrohrleitung und Anbindung von Filtersteuerung in die zentrale Anlagensteuerung in der Warte erfolgte Anfang April 2011 und dauerte 20 Tage.
Ausgelegt ist die Anlage als Drehrohrofen (E4) für Zement. Der Rohgasvolumenstrom beträgt max. 246 000 m3/h (in Betrieb) bei 160°C und einem Rohgasstaubgehalt von 200-400 g/m3. Der SO2-Gehalt liegt zwischen 10-20 mg/m3, der Reststaubgehalt soll < 10 g/Nm3 sein bei einer Filterfläche von 3206 m2 (14 Filterköpfe). Nach 4-wöchigem Betrieb übertrafen die Betriebsergebnisse deutlich die Erwartungen des Betreibers: Sehr niedriger Druckluftverbrauch, geringer Filterdruckverlust (Δp ~ 600-700 Pa) sowie Reststaubkonzentration, die deutlich unter 10 mg/m3 i. N. liegen, sind sehr gute Ergebnisse (Bild 3).
Die Abreinigung des Schlauchfilters über Delta-P verlängert deutlich die Lebensdauer der Filterschläuche und die geringen Filterdruckverluste haben den Druckluftverbrauch stark minimiert. Der Umbau des bestehenden Elektrofilters auf Schlauchfilter hat die Modernisierungskosten durch Beibehaltung des vorhandenen Elektrofiltergehäuses, Stützkonstruktion, Rohgasrohrleitung sowie des Staubaustragsystems, im Vergleich zur Erstellung einer neuen Filteranlage, fast um die Hälfte reduziert. Die polnische Vereinigung für Ökologische Technologien „Silesia“ (Stowarzyszenie Technologii Ekologicznych „Silesia“) hat den Umbau positiv beurteilt und unterstrichen, dass derartige Schlauchfilter mit solchen Betriebseigenschaften in Kraftwerken und Müllverbrennungsanlagen verstärkt zur Anwendung kommen sollten. Dies ist nur ein Beispiel für erfolgreich realisierte Anlagenprojekte.
Forschung und Entwicklung wird derzeit vorrangig bei Zellenradschleusen mit hohem Verschleißschutz (Keramikauskleidungen) und Hochdruck-Zellenradschleusen für Trocknungsanlagen betrieben. Künftig wird sich Kreisel verstärkt als System-Komplettanbieter für pneumatische Förderanlagen etablieren. Dazu stehen alle wesentlichen Komponenten (u. a. auch Druckgefäße und Domventile) aus der eigenen Fertigung zur Verfügung. Die Erprobung dieser Bauteile und die Festlegung der optimalen Förderparameter erfolgt zuvor im eigenen Technikum.
Bewährte Technik zu liefern ist auch das Ziel für die kommenden Jahre bei Kreisel. „Die Unternehmensgeschichte erfolgreich fortzuschreiben, das ist nur durch kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte und Services mit klarem Fokus auf Energieeffizienz und Ressourcenschonung möglich“, resümiert Horst Meister.
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