Stahlschlacke auf Erfolgskurs
6. Europäische Schlackekonferenz EUROSLAG 2010, Madrid/Spanien (20.–22.10.2010)
Mehr als 250 Teilnehmer machten die 6. Europäische Schlackekonferenz, EUROSLAG 2010 zu einem Erfolg. Sie kamen nicht nur aus Europa, sondern aus 25 Ländern aus der ganzen Welt (Bild 1), um für die Anwendung von Schlacke zu werben und die neuesten Kenntnisse darüber auszutauschen. Schlacke ist ein Nebenprodukt aus der Stahlindustrie. Mit ihren Eigenschaften kann sie als Gesteinskörnung für den Straßenbau und andere Tiefbaubereiche eingesetzt werden. Weitere Anwendungsbereiche sind zum Beispiel die Zementindustrie und viele andere, vielversprechende Gebiete, die sich von der Wasserfilterung bis...
Mehr als 250 Teilnehmer machten die 6. Europäische Schlackekonferenz, EUROSLAG 2010 zu einem Erfolg. Sie kamen nicht nur aus Europa, sondern aus 25 Ländern aus der ganzen Welt (Bild 1), um für die Anwendung von Schlacke zu werben und die neuesten Kenntnisse darüber auszutauschen. Schlacke ist ein Nebenprodukt aus der Stahlindustrie. Mit ihren Eigenschaften kann sie als Gesteinskörnung für den Straßenbau und andere Tiefbaubereiche eingesetzt werden. Weitere Anwendungsbereiche sind zum Beispiel die Zementindustrie und viele andere, vielversprechende Gebiete, die sich von der Wasserfilterung bis zu Korallenriffen und der Wiederherstellung der Umwelt im Wasser erstrecken, um beim Wachstum der Meeresvegetation zu helfen. Stahlproduzenten, Verarbeitungsbetriebe von Schlacken, Forschungseinrichtungen und Endnutzer haben auf der EUROSLAG 2010 gemeinsam ihre Bemühungen demonstriert, um die Vorteile für alle Anwendungsbereiche zu optimieren und das Potential für neue Anwendungen zu erweitern.
Auf der Konferenz wurden Themen aus den Bereichen Technik, Umwelt, Sicherheit, Markt und neue Forschungsergebnisse diskutiert. Dr. Heribert Motz (Bild 2), Vorsitzender von EUROSLAG, unterstrich den Beitrag von Schlacken zur Nachhaltigkeit und fasste zusammen, dass durch sie der Verbrauch von natürlichen Mineralstoffen sowie die Auswirkungen ihrer Gewinnung auf die Umwelt reduziert werden. Weitere Vorteile umfassen die Reduzierung von CO2-Emissionen und des Energieverbrauchs, sowie die Vermeidung der Deponierung eines wertvollen Materials aus der Stahlindustrie.
Die Notwendigkeit von mehr Einfluss und Unterstützung durch die Regierungen allgemein für Nebenprodukte wurde ebenfalls dargelegt, damit die Verwendung von Schlacke gefördert wird und unnötige Beschränkungen vermieden werden. Grundlage dafür ist der positive Beitrag der Schlacken zur Nachhaltigkeit. Es ist weiterhin notwendig, dass EUROSLAG auch zukünftig aktiv mit neuen Erkenntnissen dazu beiträgt, die Verarbeitung als auch die Eigenschaften der Schlacke zu verbessern. UNESID, der Verband der spanischen Stahlwerke, war verantwortlich für die Ausrichtung der Euroslag2010. Die nächste Tagung, die Euroslag 2012, ist bereits in Planung.
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