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Aktivitäten auf verschiedenen Gebieten

Eurogypsum ist als zuverlässiger und glaubwürdiger Partner für die Institutionen der EU anerkannt, der Lösungen für nachhaltiges Bauen anbietet und auf der Ebene der EU seine politischen Aktivitäten weiterentwickelt. Derzeit ist der Verband in folgenden Bereichen aktiv:

Revision des europäischen Programms zum Handel mit Emissionsrechten
Der Präsident von Eurogypsum, Jean-Pierre Clavel (Bild), stellte in einem Interview mit dem Online-Medium Euractiv fest, dass das Carbon Leakage (Produktionsverlagerung ins Ausland aufgrund steigender Kosten durch den Emissionshandel) bereits geschieht. Er sagte,...

Eurogypsum ist als zuverlässiger und glaubwürdiger Partner für die Institutionen der EU anerkannt, der Lösungen für nachhaltiges Bauen anbietet und auf der Ebene der EU seine politischen Aktivitäten weiterentwickelt. Derzeit ist der Verband in folgenden Bereichen aktiv:

Revision des europäischen Programms zum Handel mit Emissionsrechten
Der Präsident von Eurogypsum, Jean-Pierre Clavel (Bild), stellte in einem Interview mit dem Online-Medium Euractiv fest, dass das Carbon Leakage (Produktionsverlagerung ins Ausland aufgrund steigender Kosten durch den Emissionshandel) bereits geschieht. Er sagte, „ich kann nicht die Tatsache bestreiten, dass wir den Energiegehalt in unserem Produkt senken müssen. Aber ich kann auch sagen, dass wir in den 30 Jahren, in denen ich in diesem Industriezweig tätig bin, die Energiekosten für unsere Produkte bereits halbiert haben. Und es gibt immer noch Raum für weiteren Fortschritt. Es ist unsere Aufgabe, das in den Griff zu bekommen. Wenn man uns einen Anreiz gibt, diese Entwicklung voranzutreiben, so ist das in Ordnung. Was ich allerdings befürchte ist ein freier Markt für die CO2-Zertifikate, weil der leicht außer Kontrolle gerät. Wir wissen nicht, was geschehen wird. Wenn wir auf einer bestimmten Ebene eine Simulation durchführen, können wir z.  B. den Preis für den Kohlenstoff nicht einschätzen. So besteht eines der Hauptprobleme darin, dass das System, das wir einführen werden, ein System ist, das uns kein Gefühl dafür vermittelt, was geschehen könnte. Vielleicht kostet es nichts, vielleicht aber auch einen großen Betrag. So treffen wir möglicherweise Entscheidungen zu etwas, was eventuell nie geschieht? Man sollte sich dessen bewusst sein.“

Revision der Richtlinie zu Bauprodukten
Im Mai 2008 veröffentlichte die Kommission einen Vorschlag zur Überarbeitung der Richtlinie zu Bauprodukten (CPD), dem das Europäische Parlament und der Rat zustimmen müssen. Catherine Neris von den französischen Sozialisten wurde ernannt, die Debatte zu diesem Problem zu führen. Im Oktober 2008 legte sie einen Bericht mit Änderungen zum Text der Kommission vor. Danach brachten auch andere Mitglieder des Europäischen Parlaments Änderungsvorschläge zu ihrem Bericht ein. Die Beratung dieser Änderungsanträge war für den 15.12.2008 geplant. Das Europäische Parlament wird seine endgültige Position im März 2009 festlegen. Wenn der Rat ihr zustimmt, wird die Regelung Anfang 2010 in Kraft gesetzt werden.    

Eurogypsum ermutigt das Europäische Parlament, auf dem Weg zu einer Vereinfachung voranzuschreiten und für eine Zustimmung der Mitgliedsstaaten zu innovativen Produkten zu sorgen. Es ist in der Tat so, dass Innovationen am Anfang selten die Landesgrenzen überschreiten. Eine gegenseitige Anerkennung ist der einfachste Weg, wenn es erforderlich ist. Eurogypsum unterstreicht auch die Notwendigkeit, einen Austausch elektronischer Daten zu entwickeln, weil die technische Dokumentation für unsere Produkte nicht einfach ist und unsere Kunden mit dem Internet arbeiten. Das wird insbesondere sehr nützlich für die wichtigen Kenndaten zum nachhaltigen Einsatz natürlicher Ressourcen sein … was sehr komplex sein kann und von vielen Interessenvertretern für die Bauwerke und nicht nur für die Produkte berücksichtigt werden muss.

Kriterien für das Green Public Procurement (GPP) für Gipskartonplatten
Eurogypsum hat seine Kommentare zu den vorgeschlagenen Kriterien zum GPP (umweltorientiertes öffentliches Beschaffungswesen) für Wandplatten und insbesondere Gipskartonplatten der Kommission übergeben. Die im Bericht der Kommission vorgeschlagenen Kriterien zum GPP beziehen sich ausschließlich auf bestehende nationale und internationale Programme zu Ecolabel.

Die Kriterien für das GPP sollten auch die Installation der Bauprodukte berücksichtigen. Eurogypsum stellt daher die Angemessenheit des Werkzeugs für das Ecolabel bezüglich der Erfassung von Problemen der Gesundheit, Sicherheit und Umwelt eines Bauprodukts in Frage. Eurogypsum weist auch auf die Tatsache hin, dass die vorgeschlagenen Kriterien auf Programmen für das Ecolabel beruhen, deren wissenschaftliche Grundlage im Bericht nicht nachgewiesen wird. Wegen des Fehlens einer detaillierten Einschätzung der Auswirkungen  der Zuverlässigkeit der im Bericht aufgeführten Programme für das Ecolabel stellt Eurogypsum den Wert der im Berichtsentwurf vorgeschlagenen Kriterien als wesentlich für Gipsplatten in Frage.

Eurogypsum Workshop 2009
Am 13.05.2009 wird in Brüssel ein Workshop mit dem Titel „Zu höchster Qualität in der nachhaltigen Produktion und im Verbrauch“ stattfinden. Der Workshop ist für Eurogypsum-Mitglieder, EU-Institutionen und Vertreter Europäischer Verbände offen.

www.eurogypsum.org

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