Roskill analysiert weltweit Angebot und Nachfrage bezüglich Gips und Anhydrit
Drei Faktoren sind verantwortlich für eine größere Verschiebung hin zu mehr synthetischem Gips. Erstens erhöhte sich wegen strengerer Umweltbestimmungen der Ausstoß von REA-Gips in Kohlekraftwerken. Zweitens waren die hohen Kosten für Umweltmaßnahmen und der Widerstand, Abfallprodukte anzusammeln, Anlass für die Energieunternehmen, Anstrengungen zu unternehmen, um diese Probleme durch den Verkauf ihrer nutzbaren Abfallprodukte zu mindern. Schließlich veranlasste die Finanzkrise, die dafür sorgte, dass die Produktion und die Einnahmen der Gipskartonplattenindustrie gewaltig einbrachen, die...
Drei Faktoren sind verantwortlich für eine größere Verschiebung hin zu mehr synthetischem Gips. Erstens erhöhte sich wegen strengerer Umweltbestimmungen der Ausstoß von REA-Gips in Kohlekraftwerken. Zweitens waren die hohen Kosten für Umweltmaßnahmen und der Widerstand, Abfallprodukte anzusammeln, Anlass für die Energieunternehmen, Anstrengungen zu unternehmen, um diese Probleme durch den Verkauf ihrer nutzbaren Abfallprodukte zu mindern. Schließlich veranlasste die Finanzkrise, die dafür sorgte, dass die Produktion und die Einnahmen der Gipskartonplattenindustrie gewaltig einbrachen, die Hersteller, die Kosten zu reduzieren. So wurde REA-Gips nicht nur billiger, sondern seine Produktion wurde auch mehr in die Nähe von Städten verlagert, die die Hauptmärkte für Gipskartonplatten und Putz sind. Von nun an gilt ein erhöhter Einsatz von REA-Gips und anderen geeigneten Gipsmaterialien aus Abfallstoffen als gesichert für die Herstellung von Gipskartonplatten, Putz, Zement und anderen Materialien.
Das Angebot von hochreinem REA-Gips ist auch für Zementfirmen attraktiv, da sein Einsatz generell billiger ist als der von natürlichem Gips. Der Verbrauch in den USA stieg sprunghaft auf 657 000 t im Jahr 2007. Das ist ungefähr doppelt so hoch wie in den Vorjahren, da die Zementhersteller nach Wegen suchten, die Kosten angesichts einbrechender Märkte zu reduzieren. Trotz eines rückläufigen Absatzes von Zement im Jahr 2008 schätzt Roskill ein, dass der Absatz von REA-Gips auf dem Niveau von 2007 gehalten wurde, was auf eine wettbewerbsfähige Preisgestaltung und eine breit gefächerte Verfügbarkeit zurückzuführen ist.
Die Produktion von Gipskartonplatten braucht 2–3 Jahre, um den Spitzenwert von 2006 wieder zu erreichen
Die Beziehung zwischen dem Zustand der Wirtschaft und der Gipsindustrie ist ganz offensichtlich. Der gesamte Gipsverbrauch auf der Welt sank zwischen 2006 und 2008 um 4 %, was einer Gesamtminderung von 8 Mio. t entspricht. Das ist jedoch nicht gleichmäßig aufgeteilt, und die Details zeigen die relative Last der globalen Finanzkrise auf einzelne Länder und Regionen. In Nordamerika ging der Verbrauch um 29 % zurück bei einem ersichtlichen Rückgang des Verbrauchs von 14,6 Mio. t, wovon allein in den USA 13,6 Mio. t verloren wurden, wo die Krise am schwersten war. Der Verbrauch in Westeuropa ging im gleichen Zeitraum um 8 % bzw. 3,5 Mio. t zurück. Andererseits stieg der Verbrauch in Osteuropa, Afrika und dem Mittleren Osten um je 1 Mio. t/Jahr und in Südostasien sogar um 8,4 % bzw. fast 7 Mio. t. Für diese letzteren Regionen wären die Zuwächse in den zwei Jahren noch stärker ausgefallen, wenn die Weltwirtschaft stark gewesen wäre.
Wenn man sich vollständig von der globalen Finanzkrise und der damit verbundenen Rezession erholt haben wird, wird die Nachfrage nach Gipskartonplatten und Putz wieder zu einem globalen Wachstum von 6 % bis 7 % pro Jahr zurückfinden, und der Zuwachs des Bruttosozialprodukts zu Marktpreisen wird sich verdoppeln. Mit dieser Wachstumsrate wird sich der weltweite Verbrauch von Gips für Gipskartonplatten und Putz von 80 Mio. t im Jahr 2008 bis 2015 auf 120 bis 130 Mio. t erhöhen.
In der Zementproduktion wird nach der Erholung von der globalen Finanzkrise und der damit verbundenen Rezession auch mit Hilfe der breit angelegten Erneuerung der Infrastruktur als Teile der Konjunkturpakete der größten Volkswirtschaften eine weitere Zunahme in den nächsten zwei bis drei Jahren erwartet. Danach sollte sich das Wachstum im Vergleich zum letzten Jahrzehnt abschwächen, aber durchschnittlich immer noch 4 % bis 5 % pro Jahr im nächsten Jahrzehnt betragen. Damit würde die Zementproduktion bis 2015 eine Größenordnung von ca. 3.8 Mrd. t erreichen. Das würde bei einem durchschnittlichen Gipsgehalt von 4 % einen Bedarf an Gips von etwa 150 Mio. t
bedeuten.
Die starken Volkswirtschaften haben eine der schlimmsten Rezessionen hinsichtlich der Nachfrage nach Baustoffen durchgemacht. Speziell in den USA wurde eine Abnahme der Produktion von Gipskartonplatten von 35 % von dem Spitzenwert im Jahr 2006 bis Ende 2008 verzeichnet. Auch 2009 sank die Produktion noch weiter. Es wird erwartet, dass die Erholung in den starken Volkswirtschaften in langsamen bis moderaten Schritten vorangehen wird, so dass nach 2 bis 3 Jahren das Produktionsniveau von 2006 wieder erreicht werden kann.
In den Volkswirtschaften der Schwellenländer ging die Nachfrage wegen der Krise zwar auch zurück, aber man erreichte dennoch ein jährliches Wachstum von 5 % bis 6 %. In diesen Ländern, besonders in China und Indien, verzeichnet man bereits ein neues Wachstum. Für Indien und China wird vorhergesagt, dass bis 2010 ein Wachstum in der Produktion von Gipskartonplatten und Putz von 8 % bis 10 % pro Jahr erreicht werden wird.
Mit zunehmender Nachfrage wird auch der Preis
für synthetischen Gips steigen
Die Gipspreise in den einzelnen Regionen und Ländern sind unterschiedlich und hängen davon ab, ob die Nutzer den Gips selbst produzieren oder auf Importe angewiesen sind. In den starken Volkswirtschaften, die ihre eigenen Materialien produzieren, bewegen sich die Preise von abgebautem Gips im Jahr 2009 auf einem Preisniveau von 10 bis 15 US$/t. Seit den 1980ern begann synthetischer Gips seinen Siegeszug. Ursprünglich wurde er als Abfallprodukt behandelt mit dem Ziel, die Kosten für die Entsorgung zu vermeiden. Das Ergebnis waren Preise im Bereich von 3,50 bis 5,00 US$. Ab dem Jahr 2000 wurde synthetischer Gips als konkurrenzfähige Ware betrachtet, sowohl hinsichtlich der Qualität als auch des Preises. Roskill schätzte die Preise für REA-Gips in den USA im Jahr 2008 auf 8,00 bis 9,50 US$/t. Roskill sagt vorher, dass synthetischer Gips einen wachsenden Anteil am Gipsmarkt erlangen wird, und dass sein Preis parallel zu inflationären Tendenzen gestaltet werden wird (CPI [Verbraucher-Preisindex] in den USA), aber dennoch unter den Kosten von abgebautem Gips bleiben wird.
Gypsum and Anhydrite: Global Industry Markets and Outlook (10th Edition 2009) ist erhältlich zu 2500 £/5000 US$/4000 €
bei Roskill Information Services Ltd, 27a Leopold Road, London SW19 7BB, England. Telefon: +44 20 8944 0066,
Fax +44 20 8947 9568, E-Mail: info@roskill.co.uk
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