Kalkindustrie stellt sich auf schwierige Jahre ein

Auf der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie (BVK) am 19.06.2009 in Weimar wurde Herr Michael Liell, CFO der Rheinkalk GmbH, Wülfrath, einstimmig zum Vorsitzenden des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie e.   V., Köln, gewählt. Als neuer stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes wurde Herr Moritz Iseke, Geschäftsführer der Kalkwerke Oetelshofen, Wuppertal, gewählt (Bild 1).

Die Kalkindustrie ist – wie ihre Hauptkundengruppen Eisen- und Stahlindustrie, Chemie- und Baustoffindustrie – mit aller Macht von der aktuellen Wirtschaftskrise getroffen....

Auf der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie (BVK) am 19.06.2009 in Weimar wurde Herr Michael Liell, CFO der Rheinkalk GmbH, Wülfrath, einstimmig zum Vorsitzenden des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie e.   V., Köln, gewählt. Als neuer stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes wurde Herr Moritz Iseke, Geschäftsführer der Kalkwerke Oetelshofen, Wuppertal, gewählt (Bild 1).


Die Kalkindustrie ist – wie ihre Hauptkundengruppen Eisen- und Stahlindustrie, Chemie- und Baustoffindustrie – mit aller Macht von der aktuellen Wirtschaftskrise getroffen. Obwohl das Jahr 2008 mit einem Absatz von 21 Millionen Tonnen bei den ungebrannten Produkten mit einem Rückgang von 6  % und einem Absatz bei den gebrannten Produkten mit knapp
7 Millionen Tonnen Branntkalk fast auf Vorjahresniveau verlief, war im vierten Quartal der Einbruch bereits erkennbar. Die Zahlen des ersten Quartals 2009 zeigen leider deutlich auf, dass sich der seit November 2008 erkennbare rasante Abwärtstrend im Jahr 2009 mit steigender Dynamik fortsetzt. Im Monat März musste die Kalkindustrie einen Rückgang von über 20  % zum Vorjahresmonat im Absatz an die Chemieindustrie verkraften.

 

Beim Absatz an die Eisen- und Stahlindustrie hat die Kalkindustrie ein Minus von 59,9  % zum Vorjahresmonat zu verkraften. Dies wird in den Unternehmen der Branche zwangsläufig auch zu personellen Anpassungen führen. Auch wenn Kalk ein unverzichtbarer Rohstoff für die Produktionswirtschaft und auch für den Umweltschutz ist, geht die Kalkindustrie nach einer Erholung der Lage mittelfristig von deutlich niedrigeren Absatzzahlen aus. Hierauf hat sich auch der Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie eingestellt. „Mit einer weiteren Straffung der Organisation und der Aufgabenkonzentration werden wir die Krise am Markt meistern“, so der Vorsitzende Michael Liell. „Die Kalkindustrie“ so Liell, „gehe realistisch aber hoffnungsvoll mit dieser Krise um. Wir brauchen einen starken Kalkverband in Deutschland, um die vielfältigen Anforderungen aus Berlin und Brüssel weiterhin im Sinne unserer Industrie und unserer Mitglieder mit gestalten zu können.“


Der Hauptgeschäftsführer Martin Ogilvie stellte in Weimar den ausführlichen Geschäftsbericht des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie vor. Neben der Darstellung der aktuellen Aktivitäten und Forschungsarbeiten ist der Geschäftsbericht erstmals auch mit einem Imageteil versehen, in dem die Bandbreite des Produktes und seiner Anwendungsgebiete dargestellt ist.

 

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden auch die Preisträger des Arbeitssicherheitswettbewerbes ausgezeichnet (Bild 2). Mit Gold wurden die Werke Hahn­stätten und Steeden der Schaefer Kalk GmbH & Co. KG, mit Silber die Werke Dornap und Flandersbach der Rheinkalk GmbH und mit Bronze die Werke Hönnetal und Lennestadt der Rheinkalk GmbH ausgezeichnet.  

 

www.kalk.de



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